Innovationspreis

Seit seiner Einführung im Jahr 2008 prämiert der Innovationspreis des Privatbahn Magazins alle zwei Jahre im Nachgang der Branchenmesse Innotrans richtungsweisende bahntechnische Innovationen in den vier Kategorien Schienenfahrzeuge, Komponenten und Ausrüstung, Fahrweg und Infrastruktur sowie Energie und Umwelt. Die Wahl der Gewinner erfolgt durch eine Jury von namhaften Vertretern aus Wissenschaft, Bahnindustrie und Eisenbahnverkehrsunternehmen.

                                            

Der mittlerweile sechste Innovationspreis wird im Rahmen der Hannover-Messe, die vom 01.04.2019 bis 05.04.2019 stattfinden wird, verliehen.

Nominierungen für die Preisverleihung 2019

Schienenfahrzeuge

Alstom Prima H4 Lokomotive

Die Lokomotive Prima H4 bringt als umweltfreundliche Lokomotive auf einer modularen Plattform mehrere Optionen zur Energieversorgung mit. Damit kann sie sich allen Betriebsanforderungen anpassen. Die Prima H4 weist einen erheblich reduzierten Lärm- und CO2-Ausstoß auf. Dabei verfügt sie über eine Zugkraft ab 300 Kilonewton und kann eine Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h erreichen.

Die Bauweise der Lokomotive ermöglicht niedrige Wartungskosten und hohe Betriebsleistungen.

Siemens/Stadler BR 484

Die Siemens/Stadler BR 484 ist ein elektrischer Triebzug für den Stromschienenbetrieb bei der S-Bahn Berlin. Es handelt sich um einen Halbzug mit durchgängiger Vierwagen-Einheit. Der Zug verfügt über eine hoch redundante Antriebsanlage, denn in jedem Wagen befindet sich eine eigenständige Antriebsgruppe. Er überzeugt außerdem durch eine deutlich gesenkte Geräuschentwicklung, vergrößerte Mehrzweckbereiche mit Stellflächen für Kinderwagen und Fahrräder sowie seine Barrierefreiheit.

Stadler Lok Euro Dual

Die EURODUAL von Stadler bietet maximale Energieeffizienz, Leistung und Zuverlässigkeit. Die leistungsstarke Lokomotive ist dafür ausgelegt, die europäischen Korridore mit hoher Geschwindigkeit zu passieren. Die EURODUAL verfügt über eine sehr hohe Zugkraft von bis zu 500 Kilonewton. Damit bietet sie aktuell die größte Schleppkapazität auf dem europäischen Markt. 97,71 Prozent der Bestandteile dieser Lok sind recyclingfähig. Ebenfalls verhältnismäßig gering sind der Lärm- und Abgasausstoß.

ÖBB und Siemens: City Jet Eco

ÖBB und Siemens entwickeln in diesem Pilotprojekt gemeinsam einen umweltfreundlichen Zug mit elektro-hybridem Batterieantrieb. Er soll im Betrieb bis zu 50 Prozent weniger CO2 ausstoßen. Als Akkutriebzug kann dieses Fahrzeug auch auf nicht elektrifizierten Bahnstrecken eingesetzt werden. Der Cityjet Eco ist damit eine klimafreundliche Alternative für Strecken, die abseits der Hauptverkehrsrouten verlaufen. Bislang werden sie noch größtenteils mit dieselbetriebenen Personenzügen befahren.

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